Mallersdorfer Schwestern - Kloster Mallersdorf

Aktuelles

Wirken des Ordensgründers Paul Josef Nardini dargestellt – Aufführung war ein Geschenk des Bistums Speyer anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Neugründung
Das Chawwerusch-Theater aus Herxheim gastierte mit dem Stück „Wer die Wahrheit tut – Scheidewege des neuen Bistums“ im Kloster Mallersdorf, dem Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, auch „Mallersdorfer Schwestern“ genannt. Der Orden wurde 1855 vom Seligen Paul Josef Nardini gegründet, der in dem Theaterstück eine der zentralen Figuren darstellt. So lag es nahe, das Theaterstück auch an der heutigen Wirkungsstätte des Ordens zu zeigen.
Die rund 200 Schwestern wurden von Kanzleidirektor Wolfgang Jochim begrüßt und waren begeistert von der Aufführung, die sie mit den Lebens- und Zeitumständen ihres Ordensgründers Paul Josef Nardini in unmittelbaren Kontakt brachte. Sie erlebten mit, wie der damalige Bischof Nikolaus Weis (dargestellt von Ben Hergl) in Begegnungen mit Pfarrer Franz Tafel (Thomas Kölsch) und dem caritativ engagierten Pfarrer Paul Josef Nardini (Stephan Wriecz) um eine Antwort auf die aufkommende soziale Frage ringt.

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Die Figuren verkörpern dabei unterschiedliche Visionen von einem christlichen Leben und der richtigen Gesellschaftsordnung. Mit ihren Widersprüchlichkeiten, ihrem beharrlichen Verfolgen von Zielen und ihrer Komik schufen sie einen direkten Zugang zur Vergangenheit. Gut sichtbar wurde dabei die Not der von Armut heimgesuchten Menschen in einer Epoche mit massiven Konflikten zwischen Staat und Kirche.

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Denkbar einfach war die Bühnenausstattung, mit wenigen Handgriffen war der Dom zum königlichen Thron umgebaut, ein Beichtstuhl war schnell hergestellt oder das Publikum fand sich nach einer kleinen Umstellung konfrontiert mit einem Armenhaus. Die Zuschauer konnten sich so ohne viel Ablenkung durch aufwendige Bühnengestaltungen ganz der Geschichte und der brillanten Leistung der Darsteller widmen. So amüsierten sich die Zuschauer über den bayerischen Regierungspräsidenten Zwack, einer komödiantischen Figur, die durch ihre Haltung auch heute noch vertraut sein dürfte. Er kann halt nicht ablassen von seinen Vorschriften, bedingt durch fehlende Phantasie, sich etwas Neues vorzustellen.

Das Publikum war hingerissen von der eindrucksvollen Darbietung und der lang anhaltende Applaus bestätigte dies. Generaloberin Schwester Jakobe lobte die schauspielerischen Leistungen und hob hervor, die Darsteller auf der Bühne hätten es hervorragend zur Geltung gebracht, welche Verhältnisse damals herrschten und wie es um die Kirche gestanden habe. Ebenso drückte sie den Dank des Ordens an die Speyerer Bistumsleitung aus, insbesondere an den damaligen Generalvikar und jetzigen Würzburger Bischof Dr. Franz Jung, auf dessen Initiative die Aufführung in Mallersdorf zustande kam. Alle Schauspieler erhielten als Dank ein Exemplar der von Schwester Radegund Bauer verfassten Biographie des Seligen Paul Josef Nardini.

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Insgesamt drei Tage konnten die Mitglieder des Theaterensembles und Kanzleidirektor Wolfgang Jochim die herzliche Gastfreundschaft der Ordensschwestern erfahren. Zu dem Aufenthalt gehörte auch eine Führung durch das Kloster, bei der Schwester Cäcilie der Gruppe die wechselhafte Geschichte des Klosters Mallersdorf erläuterte.

 

Vom 28.9. – 30.9.2018 fand das 1.Jahres-Wochenende-Treffen der Weg-Gemeinschaft statt. An diesem Wochenende erlebten sich die Mitglieder der Weg-Gemeinschaft zusammen mit den Schwestern als eine Gebets- und Essensgemeinschaft.
In verschiedenen Arbeitseinheiten setzten sich die Teilnehmerinnen mit theoretischen und praktischen Fragen auseinander. Der Vortrag von Frau Roidl M.A. zum Thema „ Franziskus und der Islam“ führte im Anschluss zu einem regen Gedankenaustausch.

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Bei einem Rundgang über den Nardiniweg wurde gesammelt, wo Ausbesserungs- bzw. Verschönerungsarbeiten erforderlich sind. In der anschließend erarbeiteten Jahresplanung wurden diese berücksichtigt.
Auch das gemütliche Beisammensein und sich franziskanisch, geschwisterlich Austauschen kam wahrlich nicht zu kurz und war für alle eine Freude!

Auch in diesem Jahr versammelten sich am Vorabend des 4. Oktobers die Schwestern des Mutterhauses und von St. Maria im Innenhof des Klosters am blumengeschmückten Franziskusbrunnen, um des Heimgangs ihres Ordensvaters, des Hl. Franziskus, zu gedenken. Besucher aus der Umgebung waren der Einladung der Schwestern gefolgt und hatten sich ebenfalls eingefunden. Sie konnten eine sehr eindrucksvolle Feier miterleben. Viele Kerzenlichter erhellten die Dunkelheit und vermittelten eine beruhigende Atmosphäre.

Superior Gottfried Dachauer eröffnete die Feier mit einem einleitenden Gebet. Danach sang die versammelte Gemeinschaft das Lied „Dein Ruf Franziskus klingt in mir, dem Herrn mich zu verschenken“. Nach dem vom Schwesternchor gesungen Sonnengesang machte sich eine lange Lichterprozession auf den Weg in Richtung Mutterhauskirche. Hier wurde der Bericht über die Todessstunde des Hl. Franziskus vorgetragen, den die Schwestern im anschließenden Schweigen auf sich wirken lassen konnten. Mit vertonten dem Gebet „Herr mach‘ mich zu einem Werkzeug deines Friedens, gesungen vom Schwesternchor, und dem anschließenden Segen des Hl. Franziskus endete die Feier.

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