Am 13. Mai 2026 machten wir uns, sechs Schwestern unserer Gemeinschaft, auf den Weg Richtung Würzburg, um am 104. Katholikentag unsere Gemeinschaft zu präsentieren. Auch wenn das Wetter nicht verheißungsvoll war, ließen wir uns die gute Laune und die Vorfreude nicht trüben.
Ausgestattet mit zahlreichen guten Wünschen für ein gutes Gelingen und bereichernde Erfahrungen wie auch der Bitte um Gottes Schutz und Segen fuhren wir gegen 11:45 Uhr mit einem Kleinbus voller Material und einen PKW los. Als erstes Ziel steuerten wir unsere Unterkunft, die Pension Ilona in Güntersleben an. Dort erwartete uns bereits Sr. Ramona, die aus der Pfalz angereist war. Nach dem Bezug der Zimmer und dem Ausladen des persönlichen Gepäcks ging es Richtung Standmeile. Bei der Einfahrtskontrolle gab es schon eine erste frohmachende Begegnung. Der Kontrolleur, der uns empfing, kam aus Dingolfing: heimatliche Gefühle auf beiden Seiten und trotz strömendem Regen heitere, lockere Stimmung.
Die nächste Aufgabe war die Ausstattung des Standes. Wie die 4mx4m am günstigsten einteilen, so dass alle unterschiedlichen Angebote gut präsentiert werden konnten? Rasch wurde im guten Miteinander eine Lösung gefunden. Schnell waren die Roll-Up’s, die Tische und Stühle aufgestellt und das Material ausgelegt. Wir konnten uns aufmachen auf den Weg zum Residenzplatz, um die Eröffnungsfeier mitzuerleben. Der Himmel sparte nicht mit Regen. Eine ähnliche Erfahrung machten wir dann auch beim Eröffnungsgottesdienst an Christie Himmelfahrt
Für den Dienst am Stand, der nun täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu machen war, hatten wir uns in zwei Schichten eingeteilt. Damit bestand die Möglichkeit, das eine oder andere Angebot wahrzunehmen oder über die Kirchentagsmeile zu schlendern und die verschiedensten Gruppen, die sich präsentierten, zu besuchen.
Das Glück zu testen, die Versuchung dazu war bei Klein und Groß gleichermaßen vorhanden. So wurde sehr gerne unser Glücksrad gedreht. Wer dann neben einem lachenden Smiley auch noch eine Frage beantworten konnte, erhielt einen kleinen Preis. Im Zusammenhang mit den Fragen ergaben sich oft noch gute Gespräche. Diese entwickelten sich auch bei den Mitmachangeboten, wie dem Gestalten eines Schlüsselanhängers, dem Ausschneiden eines Tau-Kreuzes oder auch dem Bemalen eines Holz-Tau-Kreuzes. Besonders wichtig waren die Begegnungen mit den Menschen, die an unseren Stand kamen. Sie hatten viele Fragen zu unserer Ordensgemeinschaft, unserem Apostolat, zu Nardini, zu unserem Bier, uvm. Unsere Antworten konnten wir mit reichem Informationsmaterial ergänzen. Viele Besucher erzählten auch von Schwestern, die sie kannten, von Erfahrungen mit ihnen auf Filialen. Nicht selten wurden uns herzliche Grüße an die Schwestern aufgetragen. Wir durften eine große Wertschätzung gegenüber unseren Mitschwestern erfahren. Und: eine große Freude war es uns, dass uns unser Weihbischof Dr. Josef Graf, Bischof Dr. Stefan Oster aus Passau, Weihbischof Otto Georgens aus Speyer sowie Bischof Overbeck aus Essen am Stand besuchten.
Wir waren bei diesem Glaubensfest Ansprechpartner und in Zusammenarbeit mit (leider wenigen) anderen Gemeinschaften, ein Hinweis, dass es Ordensleben noch gibt in Deutschland. Dankbar für und erfüllt von den vielen bereichernden und guten Begegnungen und Gesprächen wie auch den Glaubensimpulsen kehrten wir am Sonntag zurück.